San Giuseppe dei Teatini church in Palermo

Die Theatiner hatten eine ziemlich ungewöhnliche Regel: Sie durften weder Land besitzen noch ein Einkommen haben oder auch nur um Almosen bitten. Sie lebten ausschließlich von dem, was die Menschen ihnen freiwillig gaben. Gab es an einem Tag nichts zu essen, fasteten die Mönche einfach und warteten — für sie bedeutete das vollkommenes Vertrauen in die göttliche Vorsehung. Der heilige Kajetan, einer der Gründer des Ordens, achtete besonders streng darauf, dass diese Regel eingehalten wurde. Später wurde er zum Schutzpatron der Arbeitssuchenden und der Menschen in finanziellen Schwierigkeiten.

San Giuseppe dei Teatini

Dies ist meine Lieblingskirche in Palermo – San Giuseppe dei Teatini. Ich fühle mich dort einfach unglaublich wohl. Ich mag die besondere Atmosphäre und die Energie dieses Ortes.

Die Theatiner sind ein katholischer Orden, der diese Kirche im 17. Jahrhundert erbaut hat. Eine Besonderheit dieses Ordens war, dass seine Mitglieder weder Land besitzen noch Einkünfte haben oder sogar um Almosen bitten durften. Dieses Verbot wurde von den Ordensgründern festgelegt. Sie lebten ausschließlich von dem, was ihnen die Menschen freiwillig schenkten. Hatten sie an einem Tag nichts zu essen, fasteten sie und warteten. Die Theatiner nannten dies vollkommenes Vertrauen auf die Göttliche Vorsehung. Der heilige Kajetan, einer der Ordensgründer, achtete streng darauf, dass diese Regel eingehalten wurde. Später wurde er zum Schutzpatron der Menschen, die Arbeit suchen oder sich in finanziellen Schwierigkeiten befinden.

Bevor die Theatiner nach Palermo kamen, stand an dieser Stelle eine kleine Kirche des heiligen Josef, die der Zunft der palermitanischen Zimmerleute gehörte. Die Theatiner beschlossen, diese Widmung beizubehalten. Noch heute befindet sich an der Fassade der Kirche eine Statue des heiligen Josef, unter der das Wappen der Zimmermannszunft von Palermo zu sehen ist.

Unter der Kirche errichteten die Theatiner eine unterirdische Kapelle, die der Madonna della Provvidenza geweiht ist. Sie galt im 17. Jahrhundert als eine der Schutzpatroninnen Palermos. Unter ihrem Altar wurde eine Quelle entdeckt, deren Wasser als wundertätig gilt. Heute gibt es in San Giuseppe dei Teatini einen kleinen Brunnen, aus dem noch immer Wasser aus genau dieser unterirdischen Quelle fließt.