Sant’Elia beach near Palermo with crystal-clear sea and fishing village

Wo man in der Nähe von Palermo baden kann

Ich beginne mit einem Satz, der viele meiner Gäste überrascht: In Palermo gibt es keine Strände. Ja, Palermo liegt direkt am Meer, aber es ist auch eine Hafenstadt und einen richtigen Stadtstrand gibt es hier nicht. Die meisten Reiseführer schicken Besucher nach Mondello, doch das ist leider nicht meine erste Wahl. Das Meer ist wunderschön, aber für meinen Geschmack ist es dort zu laut und es gibt viel zu viele Bars. Das ist einfach nicht meine Atmosphäre. Mondello erreicht man bequem mit dem Stadtbus.

In derselben Richtung, aber mit dem Zug, liegen auch Isola delle Femmine und Sferracavallo. Der Vorteil ist, dass der Strand jeweils nur wenige Gehminuten vom Bahnhof entfernt ist. Insgesamt sind das gute und unkomplizierte Möglichkeiten.

Ein Ort, der meinen Vorstellungen viel näher kommt und gleichzeitig sehr beliebt ist, ist Cefalù. Das passt schon eher zu meinem Geschmack. Cefalù ist eine wunderschöne Stadt, sodass man einen Strandtag wunderbar mit einem Spaziergang durch die Altstadt verbinden kann. Außerdem fahren die Züge regelmäßig bis spät am Abend. Vielleicht hatte ich einfach Pech, aber ich fand das Meer dort sehr flach. Genauer gesagt muss man ziemlich weit hinauslaufen, bevor das Wasser tief genug zum Schwimmen oder Tauchen wird.

Vom Stadtzentrum Palermos brauche ich zu jedem dieser Strände ungefähr eine Stunde. Da ich am Strand meist nur ein paar Stunden verbringe, habe ich angefangen, nach Orten zu suchen, die näher an der Stadt liegen.

Etwa 20 Minuten mit dem Zug von Palermo entfernt liegt der Bahnhof Santa Flavia-Porticello. Von dort aus kann man entlang mehrerer Strände spazieren und sich einfach den aussuchen, der einem am besten gefällt. Der erste ist Sant’Elia. Ein Sandstrand mit einem angenehmen Einstieg ins Meer und einigen einfachen Strandbars. Die Einheimischen mögen ihn sehr. Ich mag jedoch keinen Sand und bin deshalb noch ein Stück weiter bis zum Kafara Beach gelaufen. Das entspricht schon viel eher meinem Geschmack. Kleine Kieselsteine, angenehmes Wasser und eine gute Tiefe zum Schwimmen. Keine Verkäufer von Armbändern oder Massagen. Einfach ein paar ruhige Stunden zum Baden und Entspannen. Strandbars gibt es dort übrigens auch nicht, deshalb sollte man Wasser und etwas zu essen mitbringen. Ich habe es genossen, direkt am Wasser in der Sonne zu liegen. Wer lieber Schatten mag, geht einfach ein paar Meter weiter nach hinten unter die Bäume.

Wenn man ehrlich darüber nachdenkt, ist die gesamte Reisezeit fast gleich: 20 Minuten mit dem Zug und anschließend etwa 30 Minuten zu Fuß. Aber ich verbringe diese halbe Stunde lieber bei einem Spaziergang durch einen kleinen Ort und entlang der Fischerhäfen, als sie im Bus zu sitzen. Deshalb ist das für mich momentan der Strand, der am besten zu mir passt. Übrigens ist dieser Ort mit dem Auto oder Motorrad besonders bequem zu erreichen. Direkt an jedem Strand gibt es große Parkplätze.

Natürlich gibt es in der Umgebung von Palermo noch viele spektakulär schöne Orte. Die meisten davon erreicht man allerdings nur mit dem Auto, und oft muss man anschließend noch ein Stück zu Fuß über die Hügel laufen. Darüber schreibe ich, sobald ich selbst dort gewesen bin und mir meine eigene Meinung gebildet habe.